Manches spricht dafür, dass schon in den Anfängen der Zeitrechnung Germanen in diesem Gebiet siedelten, was bei Ausgrabungen festgestellt werden konnte. Mit dem Christentum kamen die Westkirchener wahrscheinlich im 8. Jahrhundert in Berührung. Bis zum Jahre 1020 ist die Siedlung Westkirchen kaum bekannt, der größte Teil gehörte zu Freckenhorst.
Im Jahre 1203 wurde vom Kloster Freckenhorst auf dem heutigen Gebiet die erste Kirche gebaut. Sie wurde von der Pfarrei Ostenfelde betreut. Erst 100 Jahre später wurde von der Äbtissin aus Freckenhorst ein Pastorat eingerichtet, gleichzeitig auch ein Pfarrhof. Die Ortsbezeichnung Westkirchen tritt erstmalig 1337 auf.

Wegen Baufälligkiet wurde die erste Kirche Westkirchens 1799 abgerissen. In den Jahren 1809 – 1810 wurde eine neue Kirche gebaut. Am 13. Juli 1868, dem Margarethensonntag, brannte diese Kirche und ein großer Teil des Dorfes ab. Schon wochenlang war kein Regen gefallen. Wiesen und Äcker verdorrten, Dorfbrunnen und Bäche waren fast ausgetrocknet. Begünstigt durch die enge Bauweise wurden alle Häuser ein Raub der Flammen. Nur Pastorat, Schule, Vikarie und das Gasthaus Fleuter wurden vom Feuer verschont.
Bis zum Jahre 1750 bestand nur eine kleine Wassermühle, die durch das Wasser des Dorfbaches angetrieben wurde. Um auch bei Wassermangel mahlen zu können, wurde der Dorfbach aufgestaut. Nachdem die Mühle baufällig wurde, wurde sie abgerissen. Ungefähr 60 Jahre lang mussten die Bauern ihr Korn in Ostenfelde oder Warendorf mahlen lassen.
