Der nordöstliche Ortsteil von Ennigerloh mit ca. 2500 Einwohnern ist heute noch von der Landwirtschaft geprägt. Ein bekannter gebürtiger Ostenfelder war der Mathematiker Karl Weierstraß (* 31. Oktober 1815 in Ostenfelde; †  19. Februar 1897 in Berlin). Erstmals erwähnt wurde Ostenfelde in einem Güteverzeichnis der Abtei Werden a. d. Ruhr, damals noch unter dem Namen „Astonfelde“ (bedeutet Feld im Osten). Die Pfarre wurde vermutlich in der Zeit zwischen 1022 und 1032 gegründet, urkundlich festgehalten ist ein Eintrag von 1177.

Am 1. Januar 1975 wurde Ostenfelde nach Ennigerloh eingemeindet. 2009 wurde Ostenfelde zum schönsten Dorf in Nordrhein-Westfalen ernannt.

Schloss Vornholz

Ostenfelde_Schloss_Vornholz_VogelperspektiveUm 1300 erbaute Hinricus dictus Vinke de Ostenfelde die Burg Varnholte („vor dem Holze“ – Vornholz). Den im Drießigjährigen Krieg zum Teil zerstörten Besitz erwarb 1656 Dietrich Hermann von Nagel und baute mit dem Architekt Pictorius der Ältere auf den alten Grundmauern das heutige Schloss Vornholz. Bis heute ist die Geschichte Ostenfeldes eng mit diesem Adelsgeschlecht verbunden. 1675 wurde nach einem langanhaltenden Streit der Besitzer der Nienburg verhaftet und diese auf Befehl von Fürstbischof Christoph Bernhard von Galen zerstört. Übrig ist nur eine kleine Restruine.

Im Jahr 1765 heiratete Hermann Adolf von Nagel seine Verlobte Johanne Elisabeth von Doornick, das Adelsgeschlecht hieß von da an Nagel-Doornick. Deren Nachfahren leben noch heute auf dem Wasserschloss Vornholz.

Das Gestüt Vornholz wurde 1937 von Clemens Freiherr von Nagel-Doornick gegründet. Seine Schwester Ida von Nagel gewann auf Afrika, einem Pferd des Gestüt Vornholz, 1952 in Helsinki mit der deutschen Mannschaft im Dressurreiten die Bronzemedaille. Sie war die erste deutsche Reiterin, die bei olympischen Spielen eine Medaille gewann. Heute ist das Schloss Vornholz vor allem für seine Pferdezucht und den angrenzenden Golfplatz bekannt und ist ein tolles Ausflugsziel.

Ostenfelde heute

Die alte Kirche auf dem Margarethenplatz wurde abgebrochen, nachdem in den Jahren 1860 bis 1861 die neue Kirche erbaut worden war. 1868 wurde die Keuschenburg abgetragen, so dass heute im Mühlbachtal nur noch Überreste sichtbar sind. Ein Krankenhaus wird 1873 gegründet, der Umzug in das neue Haus erfolgt im Jahre 1882. Zum Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts wurden die Schulräume erweitert bzw. neu errichtet.

Wie alle Gemeinden erlebte auch Ostenfelde nach dem 2. Weltkrieg einen Aufschwung. Dank seiner schönen Lage wurde Ostenfelde, auch Perle des Münsterlandes genannt, ein lohnendes Ziel im Fremdenverkehr.

Interessantes rund um Ostenfelde

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  • Golfen

    Am Schloss Vornholz in Ostenfelde finden Sie eine der schönsten Golfanlagen des Münsterlandes.

  • Plattdeutsches Theater

    Sowohl in Enniger als auch in Ostenfelde haben sich bereits Ende des 18. Jahrhunderts Laienspielscharen zusammengefunden. Die plattdeutschen Theater sind sehr beliebt.

  • St. Margaretha Pfarrkirche

    Die um Mitte des 19. Jahrhunderts erbaute neugotische Kirche enthält u.a. Ausstattungsstücke aus dem 15. Jahrhundert.

  • Kultur & Kino

    In der alten Brennerei Schwake finden Sie ein breites Kulturangebot und das kleinste Kino Deutschlands.

  • Reiten

    Der Kreis Warendorf wird auch Pferdekreis genannt und es gibt unzählige Höfe und Reitmöglichkeiten.

  • Ruine Nienburg

    1675 wurde die „Neue Burg“ zerstört. Die Ruine liegt versteckt an einem Wanderweg im Wald oberhalb von Ostenfelde.

  • Schloss Vornholz

    Das Schloss wurde 1666 auf alten Grundmauern der Burg Vornholz erbaut und beheimatet ein internationales Kavallerie-Museum.

  • Radfahren

    Ennigerloh ist bekannt für seine Zementroute und liegt zudem auf der 100 Schlösser Route.