wappen_ennigerlohÜber 1155 Jahre Geschichte

Zum ersten Mal urkundlich erwähnt wird Ennigerloh im Jahr 860 aus Anlass der Gründung des Klosters Herzebrock. Um 1050 wurden in den ältesten Heberollen des Stiftes Freckenhorst zusammen mit dem Haupthof Aningeralo (heute Hof Schulze Nünning) bereits viele Höfe gelistet, die dem Kloster abgabepflichtig waren.

Im Jahre 1240 übernahm der Bischof von Münster die zu Rheda gehörende Vogtei Ennigerloh von Edelherr Bernhard zur Lippe. 1690 wurde der Platz eines Femegerichtes und eines Freistuhls, Eigentum des Bischofs von Münster, zur Bebauung freigegeben. Daraus entstand der bekannte „Drubbel„, der alte Stadtkern Ennigerlohs.

Seit jeher bildeten Bauern das tragende wirtschaftliche Element Ennigerlohs. Durch das ganze Mittelalter hindurch bestimmte die Leibeigenschaft der Bauern das Leben in Ennigerloh. Bedeutende Grundherren waren der Bischof von Münster, die Domkellerei, das kaiserliche freiweltliche Stift Essen, das Stift Freckenhorst, die Grafen von Ravensberg, die Klöster Marienfeld, Herzebrock und Clarholz, Haus Geist und verschiedene andere Adelige. Erst im 19. Jahrhundert erfolgte nach der französischen Revolution unter den neuen preußischen Landesherren eine tiefgreifende Veränderung.

Der industrielle Aufstieg begann mit dem Bau der Köln-Mindener Eisenbahn. 1848 wurde die Haltestelle Beckum/Ennigerloh eingerichtet und die Kohle erhielt Einzug in das Wirtschaftssystem Ennigerlohs. Durch die Kohle konnten größere Maschinen und Anlagen befeuert werden, sodass der Kalkabbau immer mehr in den Mittelpunkt rückte. Ab 1860 gab es die ersten Feldöfen zum Brennen von Kalk. Später entwickelten sich die Ringöfen, aus denen schließlich die bekannten Zementwerke entstanden.

Heute ist Ennigerloh immer noch eng mit dem Produkt Zement verbunden, hat sich aber von einem Standort mit Monokultur zu einem wirtschaftlichen Tausendfüßler entwickelt: Zementindustrie, Umwelttechniken, Pharmazie, Maschinenbau, Metallbau, Holzindustrie, Logistik und Kunststoffverarbeitung prägen heute das Bild der Stadt.

Drubbel

Daten & Fakten

  • 20.500 Einwohner (relativ konstant seit vielen Jahren)
  • 8 Schulen, davon 5 Grundschulen, 1 Hauptschule, 1 Realschule und 1 Förderschule
  • 685 Plätze in Tageseinrichtungen
  • 8.600 ha landwirtschaftliche Nutzfläche
  • 251 landwirtschaftliche Betriebe
  • über 400 km Straßennetz und über 84 km Kanalnetz

Interessantes rund um Ennigerloh

Ennigerloh mit seiner langen Historie und der ländlichen Lage bietet viele unterschiedliche Orte, die Sie besuchen sollten. Dazu zählen kulturelle Sehenswürdigkeiten wie die Ennigerloher Altstadt „Drubbel“ als auch Ausflugsziele für sportliche Aktivitäten, z. B. Radfahren auf der Zementroute, Schwimmen in den Ennigerloher Bädern oder Golfen auf Schloss Vornholz in Ostenfelde.

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  • Jugendzentrum Ennigerloh

    Das Jugendzentrum Ennigerloh ist Anlaufstelle für Jugendliche aus Ennigerloh und den Ortsteilen, aber auch Besucher sind herzlich willkommen.

  • Radfahren

    Ennigerloh ist bekannt für seine Zementroute und liegt zudem auf der 100 Schlösser Route.

  • Kultur & Kino

    In der alten Brennerei Schwake finden Sie ein breites Kulturangebot und das kleinste Kino Deutschlands.

  • Wochenmarkt in Ennigerloh

    Der wöchentlich stattfindende Markt im Herzen Ennigerlohs lockt die Kunden mit einen breit gefächerten Angebot.

  • Ennigerloher Mühle

    Die heutige Mühle stammt aus dem Jahr 1869 und wurde vollständig restauriert. Alljährlich findet hier das Mühlenfest statt.

  • Schwimmen

    Neben dem Olympiabad befindet sich in ruhiger und grüner Umgebung Ennigerlohs das Freibad Stavernbusch mit zahlreichen Wassersport-Aktivitäten.

  • Mettwurstmarkt

    Ein echtes Highlight und traditionell am letzten Wochenende im September mit Kirmes, Märkten, Trödel und dem „Döüwel“ ein Familienspektakel über mehrere Tage.

  • Golfen

    Am Schloss Vornholz in Ostenfelde finden Sie eine der schönsten Golfanlagen des Münsterlandes.

  • Plattdeutsches Theater

    Sowohl in Enniger als auch in Ostenfelde haben sich bereits Ende des 18. Jahrhunderts Laienspielscharen zusammengefunden. Die plattdeutschen Theater sind sehr beliebt.

  • St. Jakobus Kirche

    Die katholische Pfarrkirche St. Jakobus ist denkmalgeschützt und ist im altstädischen „Drubbel“ in Ennigerloh zu finden.

  • Reiten

    Der Kreis Warendorf wird auch Pferdekreis genannt und es gibt unzählige Höfe und Reitmöglichkeiten.

  • Betriebsbesichtigung AWG

    Ausgangspunkt der AWG ist das Abfallwirtschaftskonzept des Kreises Warendorf: Die konsequente Vermeidung und Verminderung von Abfällen, die Schadstoffentfrachtung, die stoffliche Verwertung, die Wertstoffsammlung, die Kompostierung und die weitestgehende Verwertung der Restabfälle. Letztlich sollen abschließend die verbleibenden Reststoffe umweltgerecht und sicher deponiert werden. Aus dem Abfallwirtschaftskonzept ergibt sich für die AWG die Anforderung des nachhaltigen Wirtschaftens, sowohl aus dem ökologischen als auch aus dem wirtschaftlichen Blickwinkel. Sollten Sie Interesse an einer Betriebsbesichtigung dieser modernen Anlage und Ihrer Prozesse haben, dann melden Sie sich bei der Stadttouristik. Teilnehmeranzahl: 10-30 Personen Dauer: zwischen 1-2 Stunden, individuell vereinbar Ablauf: Theorie (ca. 20 Minuten), danach Besichtigung des Betriebsgeländes Verpflegung: Getränke auf Bestellung möglich (kostenpflichtig) Download: Sicherheitshinweise zur Betriebsführung Weitere Informationen: www.awg-waf.de

  • Führung durch das Zementwerk Ennigerloh der HeidelbergCement AG

    Das Zementwerk Ennigerloh gehört zu HeidelbergCement, einem der international führenden Unternehmen der Zementindustrie. Alle Interessierten ab 10 Jahren können im Rahmen einer Führung umfassende Einblicke in den Betriebsalltag erhalten und einen Blick hinter die Kulissen der Zementherstellung werfen. Auf der rund zweistündigen Werksführung erfahren Sie Wissenswertes zum Thema „Zementabbau in unserer Region“. Außerdem können alle Fragen rund ums Werk aus erster Hand beantwortet werden. Das Stadtmarketing Ennigerloh nimmt Anfragen zu einer Führung gerne entgegen. Teilnehmeranzahl: max. ca. 20 Personen Dauer: 2 Stunden Erforderlich: festes Schuhwerk Termine: 21.04.2017 und 19.07.2017 (offizielle Führungen, bei denen Einzalanmeldungen möglich sind) Anmeldungen: Stadt Ennigerloh, Stadtmarketing, Tel. 02524/28-3001 oder touristik@ennigerloh.de Weitere Informationen: www.heidelbergcement.de/ennigerloh

  • Betriebsbesichtigung bei L.B. Bohle

    L.B. Bohle ist weltweit führender Maschinenbauer für die Pharmaindustrie. Zu den Kompetenzbereichen des Unternehmens, welches auf fünf Kontinenten vertreten ist, gehörenu.a. Misch- und Beschichtungssysteme. Das Familienunternehmen wurde 1981 gegründet und beschäftigt heute mehr als 250 Mitarbeiter. Herausragend ist die individuelle Entwicklung einzelner Maschinen, abgestimmt auf die jeweiligen Wünsche des Kunden. L.B. Bohle bietet im Rahmen der Betriebsbesichtigung allen Interessierten ab 10 Jahren umfassende Einblicke in den Betriebsalltag. Teilnehmeranzahl: max. ca. 20 Personen Dauer: ca. 1,5 Stunden Termine: 02.08.2017 und 23.08.2017 (Einzelanmeldungen sind möglich) Anmeldungen: Stadt Ennigerloh, Stadtmarketing, Tel. 02524/28-3001 oder touristik@ennigerloh.de Weitere Informationen: www.lbbohle.de